EXPO 2000-PARKPLÄTZE

HANNOVER

Kurzbeschreibung
Städtebauliche und landschaftsplanerische Einbindung von ca. 25.000 neuen Stellplätzen

Leistungsinhalte
Leistungsphasen 1 bis 9, HOAI § 39 Freianlagen, HOAI § 47 Verkehrsanlagen

Bauherr
Deutsche Messe AG, Hannover und EXPO 2000 Hannover GmbH

Projektpartner
BPR Künne & Partner Beratende Ingenieure mbB, Hannover

Bearbeitungsfläche
ca. 700.000 m²

Realisierung
1995 bis 2001

Für die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover und das erwartete Besucheraufkommen von täglich ca. 285.000 Besuchern war der Neubau von Parkplätzen am Messegelände erforderlich. Durch das neue Ringstraßensystem entfielen fast die Hälfte der bislang vorhandenen Parkplätze des Messegeländes, die restlichen waren für die Dauernutzung von fünf Monaten nicht geeignet. Somit mussten 25.000 Stellplätze neu angelegt werden.

Diese Parkplatzflächen mit einer Größe von insgesamt 70 Hektar mussten städtebaulich und landschaftsplanerisch in einen Landschaftsraum eingebunden werden, der im Spannungsfeld von Hannovers südlichem Stadtrand, dem vorhandenen Gelände der Deutschen Messe AG und der unbebauten Landschaft am Kronsberg liegt.

Die Gestaltung musste sowohl der intensiven Nutzung während der EXPO, als auch der extensiven Nutzung für zukünftige Messeveranstaltungen gerecht werden.

In das Konzept musste außerdem die Versickerung des anfallenden Regenwassers innerhalb der Parkplätze integriert werden.

Grundidee der Planung war, die städtebauliche Einbindung des  Parkplatzrings in seine Umgebung zu schaffen und unverwechselbare Parkplatzeinheiten zu entwickeln. Diese sollten einerseits den Bezug zwischen dem Ausstellungsgelände und der angrenzenden Stadt bzw. der Landschaft herstellen, andererseits eine eigene prägende Gestaltung erhalten.

Dafür wurden vier Parkplatztypologien entwickelt und umgesetzt, die sich jeweils durch großzügige „Pflanz-Gesten“ auszeichnen.

  1. Parkplatzflächen West „Baumpaket“ mit Baumreihen aus Birken und Säuleneichen
  2. Parkplatzflächen Süd „Grüne Kammern“ mit Baumreihen, die durch Crataegus-Hecken und hohe Strauchpflanzungen ergänzt wurden
  3. Parkplatzflächen Ost „Alleenlandschaft“ mit Baumreihen und Grünverbindungen, die den Blick in die offene Landschaft leiten
  4. Parkplatzflächen Nord „Heckenblöcke“ mit einer Lindenallee und geschnittenen Heckenblöcken